Gebietsübersicht

Die neun Gebiete des Projektes befinden sich im Landschaftsschutzgebiet "Unteres Saaletal" und im Biosphärenreservat "Karstlandschaft Südharz".




Beweidung im Saaletal

Projektgebiete im Unteren Saaletal

Die Beweidungsflächen Nelbener Grund, Zickeritzer Terrassen, bei Dobis, bei Mücheln (Wettin), in der Franzigmark und im Salzatal.

Die Beweidungsflächen im Unteren Saaletal befinden sich zwischen Könnern und Halle (Saale) im Mitteldeutschen Trockengebiet. Dieses Gebiet zählt zu den niederschlagsärmsten Regionen in Deutschland. Ursache dafür ist in erster Linie das an seiner westlichen Begrenzung gelegene Bollwerk des Harzes, das sich vor den vom Atlantik heranströmenden feuchten Meeresluftmassen auftürmt. Die im Stau an der Westseite des Harzes zum Aufsteigen gezwungene wolkenreiche Luft verliert dort bereits einen Großteil ihrer Niederschlagsfracht. Dadurch gelangt bei den vorwiegend regenträchtigen Westwinden nur sehr wenig Niederschlag in das östlich davon gelegene Harzvorland. Bedingt durch diese klimatischen Verhältnisse in Verbindung mit den speziellen Bodenbedingungen beherbergen die Trockenrasen der Region eine Vielzahl sehr seltener Pflanzen- und Tierarten. Sollen diese arten– und blütenreichen Offenlebensräume erhalten werden, müssen diese extensiv beweidet werden.

Beweidung im Südharz

Projektgebiete im Südharz

Die Beweidungsflächen befinden sich in der Nähe von Bösenrode und Wallhausen.

Die beiden Beweidungsflächen im Südharz befinden sich im Biosphärenreservat „Karstlandschaft Südharz“ und liegen in der Goldenen Aue zwischen Nordhausen und Sangerhausen. Eingefasst vom Kyffhäuser im Süden und dem Harz im Norden und Nordwesten, liegen die beide Flächen im klimatisch begünstigten Regenschatten des Harzes. Die Region besitzt ein Übergangsklima zum kühlfeuchteren Mittelgebirgsklima des Harzes. Bei beiden Flächen handelt es um alte Obstbaumwiesen. Der Unterwuchs dieser für die Region typischen Landschaftselemente wurde in der Vergangenheit überwiegend mit Schafen und Ziegen beweidet. Seit längerer Zeit ungenutzt, verbuschen viele dieser artenreichen Lebensräume. Mit einer extensiven Pflege in Form von Beweidung Schafen und Ziegen kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden.