Refugium für Tierarten

Auch für die Fauna sind die Trockenrasen ein attraktiver Lebensraum. Dies gilt insbesondere für die Insektenwelt. Zu den auffälligsten Vertretern gehören die Tagfalter und Widderchen sowie die Heuschrecken. Während die Tagfalter und Widderchen vor allem in blütenreichen Trockenrasenbeständen vorhanden sind, dringen einige typische Vertreter der Heuschrecken bis zu den Extremstandorten mit lückiger Krautschicht vor. Eine typische Art solcher Standorte ist z.B. die Blauflügelige Ödlandschrecke. Beide Artengruppen, die Tagfalter mit ihren auffälligen Formen und Farben, die Heuschrecken mit ihren typischen Gesängen, leisten einen wesentlichen Beitrag für das Naturempfinden des Menschen.

Die Blauflügelige Ödlandschrecke
(Oedipoda caerulescens)
bemerkt man häufig erst, wenn
sie mit ihren blauen Flügeln auffliegt.
Ein Distelfalter (Vanessa cardui)
auf einer Blüte des Rauhaarigen Alant
(Inula hirta).
Der Himmelblaue Bläuling
(Polyommatus bellargus)
besitzt noch Vorkommen im
Unteren Saaletal.
Typisch für die Trockenrasen
sind verschiedene Widderchenarten.
Hier: zwei Widderchen auf einer Knautia
Die Grauammer (Emberiza calandra)
bevorzugt offene Lebensräume mit
einzelnen Gebüschen.
Foto: Tobias Stenzel
Die Zauneidechse (Lacerta agilis),
die in der Region noch individuenstarke
Population besitzt, kann man
an trockenwarmen Tagen
gut beobachten.
Unverwechselbar - der Schachbrettfalter
(Melanargia galathea)
ein typischer Falter der Magerrasen.
Die sehr heimlich lebende
Glattnatter (Coronella austriaca)
bewohnt warme und trockene
Standorte mit Versteckmöglichkeiten.
Foto: Biosphärenreservat Südharz
(Harald Bock)
Ölkäfer kann man
im Unteren Saaletal
noch recht häufig
antreffen.
Raupe des Schwalbenschwanzes
(Papilio machaon) - leicht zu erkennen
und bevorzugt auf Doldengewächsen
zu finden.